Ghee - Geklärte Butter als Wunderheilmittel

Ghee (ausgesprochen gʰiː) gilt als das Allround Talent der indischen Küche und der aryuvedischen Heilkunst und wird auch in Pakistan, Südostasien, Ägypten und Äthiopien traditionell verwendet. Seit mehreren Jahren findet die ganzheitliche Anwendung der geklärten Butter auch im europäischen Raum immer mehr Anhänger. Grund für die wachsende Beliebtheit von Ghee sind nicht nur seine einfache Zubereitung, sondern vor allem die sehr gesundheitsfördernden Eigenschaften sowohl in der Küche, als auch in der Körperpflege.

Tatsächlich ist Ghee „nichts weiter“ als Butterschmalz oder auch geläuterte oder geklärte Butter. Das gelblich weiße Ghee wird hauptsächlich aus Kuhmilch, aber auch aus der Milch von Ziegen, Schafen, Kamelen und teilweise sogar aus Elefanten- oder Yak-Milch hergestellt. Das Ergebnis ist eine reine Butter mit mehr als 99% Fettanteil. Im Gegensatz dazu hat die uns bekannte Butter einen Fettanteil von nur 80 bis 90%. Durch das Herstellungsverfahren (siehe unten) wird die ungesalzene Tiermilch von überflüssigem Wasser, Eiweiß und Milchzucker befreit und beinhaltet eine fast absolut reine Form von Tierfett.  Das daraus entstehende "Lebenselexier" der indischen Kultur ist eine reine, fettig-ölige Substanz, die sich bei wärmeren Temperaturen sehr schnell verflüssigt und unwahrscheinlich lange haltbar ist. Bei Zimmertemperatur können Sie Ghee durchaus neun Monate lang lagern, im Kühlschrank sogar deutlich länger, bis zu anderthalb Jahren.

Herstellung von Ghee

Heilkundige raten dazu, Ghee stets selbst herzustellen, da das Fett durch den Zubereitungsprozess und wohl auch durch die zugeführte Energie, Aufmerksamkeit und Liebe seinen Wert steigert. Doch auch das im Fachhandel erhältliche Ghee behält seine ausgleichende und harmonisierende Wirkung. Achten Sie beim Kauf jedoch immer auf die Qualität des Ghees, das am  besten aus biologischer und schadstofffreier Produktion stammen sollte.

Erhitzen Sie 250g Butter auf kleiner Flamme in einem Topf und lassen Sie die Butter langsam schmelzen. Durch die Erwärmung lösen sich Wasser, Eiweiß- und Milchzuckerbestandteile der Butter und setzen sich als weißer Schaum auf der Oberfläche ab. Schöpfen Sie diesen weißen Schaum vorsichtig ab. Sie können den abgeschöpften Schaum auch noch zum Verzehr verwenden, da er durchaus schmackhaft und in kleineren Mengen auch gesund ist.

Lassen Sie die Butter auf kleiner Flamme weiterköcheln bis kein weißer Schaum nachgebildet wird. Dies sollte nach circa 30 Minuten der Fall sein. Wenn alle Wasser-, Eiweiß- und Milchzuckeranteile gelöst und abgeschöpft sind, ist das reine Ghee fertig.

Gießen Sie das heiße und flüssige Ghee in ein sauberes und hitzebeständiges Gefäß, wie ein Glas mit Schraubdeckel. Verschließen Sie das Glas luftdicht, damit das Ghee seine maximale Haltbarkeit erreichen kann. Durch das Abkühlen bei Raumtemperatur verändert das durchsichtige Ghee nicht nur seine Konsistenz, sondern auch seine Farbe. Es sollte nun langsam fest und deutlich gelblicher werden. Für eine möglichst lange Haltbarkeit sollten Sie Ghee an einem kühlen Ort lagern, jedoch nicht einfrieren. Bei unsachgemäßer Lagerung kann Ghee Buttersäure absondern, was vor allem durch den speziellen Geruch, ähnlich dem von schwitzenden Füßen, auffällt. Wenn Sie Ghee also schon länger lagern, überprüfen Sie die Qualität des Ghees durch eine einfache Geruchsprobe. Achten Sie außerdem darauf Ghee nur mit einem sauberen Löffel oder Messer aus dem Glas zu entnehmen, um das Eindringen von Bakterien und den schnelleren Verderb zu vermeiden.

Anwendung von Ghee in der Küche

Ghee kann aufgrund seiner Reinheit bedenkenlos zum Kochen, Backen und Braten verwendet werden. Sogar bei Gerichten mit extrem hohen Gartemperaturen verbrennt Ghee nicht, da alle unnötigen Substanzen durch das Klären ausgelöst wurden. Beim Kochen empfiehlt es sich die verwendeten Gewürze kurz vor der Beigabe zum Gericht in Ghee anzubraten, um deren Geschmack zu verstärken. Gemüse kann zur Entfaltung der Geschmacksstoffe mit Ghee gegart werden. Obwohl Ghee als gesündere Alternative zu Butter und anderen Fetten gilt, sollte auch hier in Maßen und entsprechend der körperlichen Konstitution genossen werden.

In der gehobenen Küche wird schon lange fast ausschließlich mit Ghee, hier jedoch als geläuterte Butter bezeichnet, gekocht, da sich Köche und Köchinnen über die positiven Eigenschaften von Ghee auf den Geschmack der Nahrungsmittel und die Verdauung bewusst sind.

Innerliche Wirkung von Ghee

Durch den Verzehr des in der ayurvedischen Wundermittels, kann Ghee seine heilende Wirkung entfalten. Bitte beachten Sie jedoch, dass die maximalen Heilwirkungen von Ghee nur durch eine von Sachkundigen begleitete Therapie erzielt werden kann. Nichtsdestotrotz kann Ghee schon durch den Verzehr in normalen Mahlzeiten einen sehr positiven Einfluss auf den Körper haben. So soll Ghee den Appetit anregen, die Verdauung fördern und den Körper entgiften. Bei Einnahme der exakten Menge, die von einem Ayurveda-Azrt festgelegt werden kann, soll Ghee sogar Jahrzehnte eingelagerte fettlösliche Giftstoffe lösen und sie zur Ausscheidung in den Magen-Darm-Kanal führen. Außerdem soll Ghee Verstopfungen lösen, den Gewebestoffwechsel anregen, die Blutbildung fördern und das Immunsystem stärken.

Bei Krankheiten kann Ghee Fieber senken, Wundheilung fördern und Krampfhusten lösen. Ghee besitzt eine ideale Zusammensetzung von essentiellen Fettsäuren und fördert die Entstehung des guten Cholesterins HDL. Ghee ist resistent gegen freie Radikale. Da freie Radikale in Verbindung mit Cholesterin Arteriosklerose fördern, erhöht Ghee, dass keine Verbindungen mit den freien Radikalen eingeht,  nicht das Risiko der Arterienverkalkung. Auch auf das Gehirn hat Ghee eine positive Wirkung. Die Leistungen unserer Schaltzentrale können durch den Genuß von Ghee erhöht werden. So verbessern sich Erinnerungsvermögen und Lernkapazität.In der ayurvedischen Heilkunst gilt Ghee als Verjüngunsmittel, Rasayana genannt, da es eine zellregenerierende Wirkung hat.

Anwendung von Ghee in der Kosmetik

Die ayurvedische Körper- und Schönheitspflege schwört auf die Eigenschaften von Ghee. Die äußerliche Wirkung des reinen Fettes auf die Haut wird in der Regel von jedem Hauttypen vertragen, da Ghee besonders hautfreundlich ist. Ghee wird deswegen als Grundlage für viele Salben und Öle verwendet, vor allem auch für Kosmetika, die an empfindlichen Körperstellen oder sogar im Intimbereich angewendet werden. Ghee wirkt besonders effektiv bei der Behandlung von Wunden, um die Entstehung von Narben und Blasen zu verhindern bzw. zu reduzieren. Als Massageöl wirkt das leicht erwärmte Fett sehr gut gegen trockene und raue Haut. Besonders bei Fußmassagen kann Ghee nicht nur örtlich Entspannung bringen, sondern sogar bei Schlafstörungen und Kopfschmerzen sowie Nervosität und Erschöpfung helfen. Rote und gereizte Augen können mit körperwarmen Ghee behandelt werden, indem sie mit dem flüssigen Fett übergossen werden. Diese und ähnlich gezielte Körperbehandlungen mit Ghee sollten jedoch stets von einem oder einer fachkundigen Person begleitet werden. Viele Kosmetikhersteller haben den Rohstoff Ghee aber bereits in ihre Rezepturen aufgenommen und das Wunderheilmittel sachgemäß verarbeitet, sodass es von Kunden bedenkenlos angewendet werden kann. Informieren Sie sich dazu über die Körperöle von ghee Sana.