Der Mai und die Birken, das ist ja so eine Sache.

Was ein Baum doch alles kann

Die Birke gilt ja von alters her als heiliger Baum. Er symbolisiert die jungfräuliche Göttin des Frühlings. Das Aufstellen von frisch geschlagenen Maien gehört auch bei uns in der Gegend am 1. Mai noch zu den alten Bräuchen. Auch am vergangenen Wochenende wunderte sich keiner der Gottesdienstbesucher über die frischgeschlagene „Pfingst-Maie“, die da bei uns im Altarraum gleich hinter dem Taufstein stand. Übrigens im Weihnachtsbaumständer. Soviel zum Thema Baum und hohe Feiertage. Aber wir wollen uns ja mit der Birke in der Naturkosmetik beschäftigen. Vorab haben wir dazu in unseren Angeboten der Woche ein paar Birken-Spezialitäten für Sie zusammengestellt.

Dabei fällt auf, dass sich die Anwendung in der Naturkosmetik vor allem auf die Bereiche Haut und Haar bezieht. Wer hat nicht schon mal etwas vom guten alten Birkenhaarwasser gehört. Ein solches wunderbar erfrischendes Haarwasser können Sie übrigens ganz einfach und günstig auch einmal selber machen. Fast schon etwas geschäftsschädigend will ich Ihnen an dieser Stelle, mein Rezept verraten.

Als erstes gilt es, ungefähr ein Pfund frische Birkenblätter zu sammeln. Soviel brauchen Sie, um einen Liter Birkenhaarwasser herzustellen. Wenn Sie die Blätter gesammelt haben, geben Sie diese einfach in einen Kochtopf und übergießen Sie sie mit einem Liter Leitungswasser. Anschließend müssen Sie das Birkenwasser ca. 20 Minuten lang kochen lassen. Schütten Sie nach dem Kochen das Birkenwasser durch ein Sieb und fangen Sie den Sud in einem Tontopf auf. Es kann natürlich auch ein anderes Gefäß sein. Danach füllen Sie das Birkenhaarwasser in eine Flasche. Sie sollten es innerhalb von sechs Wochen verbrauchen. Also regelmäßig anwenden. Das geht ganz einfach. Am besten nach dem Haarewaschen eine Hand voll davon auf ihrer Kopfhaut verteilen und es dann einziehen lassen. Natürlich kann das Haarwasser auch im restlichen Haar verteilt werden. Das Haarwasser bewirkt bei regelmäßiger Anwendung, dass Ihr Haar Ihren natürlichen Glanz zurückerhält und die Kopfhaut nicht austrocknet. Im Sommer wirkt ein Birkenhaarwasser zudem sehr erfrischend auf der Kopfhaut, da das Haarwasser die Blutzirkulation anregt. Durch die erhöhte Blutzirkulation wird außerdem das Wachstum der Haare angeregt. Gegen Haarausfall wirkt es freilich nicht. So grün die Blätter der Birke auch sind, diese Hoffnung wird sich nicht erfüllen.

Ja und wenn wir schon bei der Kopfhaut sind, die Birke leistet auch an anderen Stellen Gutes für eine straffe Haut. Zum Beispiel als Bestandteil von Massageölen. Die müssen Sie nun nicht aufwendig selber herstellen. Es gibt sie schon fix und fertig zu kaufen. Ich empfehle dabei besonders für die reife Haut das Birken Cellulite-Öl von Weleda. Das ist ein hochwertiges straffendes Körperöl mit ausschließlich natürlichen ätherischen Ölen, welches der Haut bei regelmäßiger Anwendung neue Spannkraft gibt, die Haut strafft und das Hautbild sichtbar glatter erscheinen lässt. Die im Massageöl enthaltenen wertvollen Pflanzenöle wie Jojoba-, Weizenkeim- und Aprikosenkernöl bilden zusammen mit Heilpflanzenauszügen aus Birkenblättern, Rosmarin und Ruskus eine einzigartige Wirkstoffformel. Diese Wirkstoffe gelangen bis in die tiefer liegenden Hautschichten, wo sie die Entstehung von Cellulite, zugegeben, natürlich nicht aufhalten, aber schon etwas bremsen können. In Verbindung mit regelmäßigem Sport und einer ausgewogenen gesunden Ernährung gewinnt die Haut neue Spannkraft und Elastizität. Und nach dem Sport eine Massage mit diesem Öl, ist doch die schönste Belohnung für all die Anstrengungen, die wir im Dienste der Schönheit da auf uns nehmen.