Ein Baum mit großer Wirkung - deswegen geht's in meiner Kolumne heute um die heilende Kraft dieses Baumes

Vor vielen Jahren auswendig gelernt, kann ich ihn heute noch ohne langes Nachdenken aufsagen: „Ich geh jetzt in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald.“ Soviel zum Schüttelreim meiner Kindheit. Und mal abgesehen davon, welche Pillen da im Birkenwald was auch immer für eine Wirkung entfalten, dieser Baum spielt schon seit alters her eine große Rolle in der Heilkunst und wenn es um die Schönheit geht.

Da ist zu einem die harntreibende und entgiftende Wirkung, die in ihren Blättern steckt. Da sich die momentan noch nicht so richtig zeigen, können Sie ja zu einem praktischen Fertigprodukt aus unserem Angebot greifen. Das Weleda Birken-Aktiv-Getränk ist eine entschlackende Trinkkur, die den Körper mit natürlichen Mitteln von innen reinigt und von belastenden Ablagerungen befreit. Als Wirkstoff dienen die in der Entschlackungskur enthaltenen Flavonoide aus Birkenblättern, welche den Flüssigkeitsorganismus aktivieren und damit die natürliche Entschlackung des Körpers anregen und unterstützen. Die Aktiv Kur hat einen erfrischend herben Geschmack und empfiehlt sich besonders zur Unterstützung einer Entschlackungskur im Frühjahr und Herbst.  Als „Nebeneffekt“ entsteht ein gesundes und schönes Hautbild.

Diese Art von Flüssigkeitstransport ist ja auch die große Stärke der Birke - in ihrer bald beginnenden Blütezeit im Frühling transportiert sie täglich bis zu 70 Liter Wasser von den Wurzeln bis in ihre Krone. Und wenn dann die ersten grünen Birkenblätter sprießen, können Sie ja auch einmal einen selbstgebrauten Tee aus frischen Birkenblättern zu sich nehmen. Doch die innere Anwendung in Form von Tee ist nur eine Möglichkeit, von der Kraft der Birke zu profitieren.

Denn in der Naturkosmetik ist der Birkensaft ein altbewährter Inhaltsstoff vieler Haarwässer, Salben und Cremes. So wirkt der Birkensaft gut gegen trockene Kopfhaut oder sprödes Haar. Manche behaupten ja sogar gegen Haarausfall, aber da wäre ich vorsichtig. Auch wenn Wilhelm Busch in seinem Gedicht vom Birkenbaum folgenden Vers zum Besten gibt:

Man zapfet aus der Birke
Sehr angenehmen Wein,
man reibt sich,
dass es wirke,
die Glatze damit ein

Dieser „Wein“ - oder besser gesagt Saft - wird auf jeden Fall auch jetzt im Frühjahr durch Abzapfen des Stammes oder Anschneiden von Ästen gewonnen. Er kann äußerlich angewandt oder direkt getrunken werden. In Haarwasser und Shampoos eingesetzt, fördert er die Durchblutung der Kopfhaut und so zumindest den Haarwuchs.

Auch das ätherische Öl der Birke kommt in der Naturkosmetik an verschiedenen Stellen zum Einsatz. Für die Reinigung und Pflege empfindlicher, zu Reizungen neigender Haut ist Birkenöl geradezu prädestiniert: Sein Inhaltsstoff Salicat kann entzündlichen Prozessen vorbeugen und entfaltet bei bereits bestehenden Entzündungen eine schmerzstillende und beruhigende Wirkung.

Als Anti-Cellulite-Helfer in Massageölen, Badezusätzen oder als Kompresse kommt Birkenöl ebenfalls zum Einsatz. Wer sich für den innerlichen Frühjahrsputz mit Birkentee entschieden hat, kann die Reste perfekt weiter verwenden: Einfach ein Tuch im Tee tränken, eventuell noch die überbrühten Birkenblätter auflegen und die Kompresse für mindestens zehn Minuten auf die Problemzonen legen. Dazu mehrmals am Birkenöl schnuppern, und die Problemzonenbehandlung wird zur entspannenden und beruhigenden Auszeit: In der Aromatherapie gilt Birkenöl als erdend, nervenberuhigend und stärkend und kann bei Nervosität oder Ängsten positiv unterstützen. In diesem Sinne lassen wir das letzte Wort noch einmal Wilhelm Busch:

Es wächst wohl auf der Heide
und in des Waldes Raum
ein Baum zu Nutz und Freude
genannt der Birkenbaum.