Auch an dieser Stelle Happy Birthday nach England. Die große Party mit dem Volk steigt dann ja im Mai.

Historische Schönheiten

Gefeiert wurde natürlich gestern auf Schloss Windsor im Kreis der Familie und die Queen sah mit ihren 90 Jahren blendend aus. Der immerhin auch schon 67jährige Prince Charles hielt die Tischrede beim kleinen aber feinen Geburtstagsdinner. Alles nur ein Vorspiel für das große Fest im Mai mit 25.000 dann allerdings zahlenden Gästen in den Gärten von Schloss Windsor. Auch dann werden die Untertanen wieder eine glänzend aussehende Queen bejubeln. Als Majestät hat man eben so seine kleinen Geheimnisse. Und weiß auf eine lange Tradition majestätischer Schönheitspflegetipps zurückzugreifen.

Denken wir nur an Kleopatra. Die ägyptische Herrscherin galt als eine der schönsten Frauen ihrer Zeit. Und uns sind einige ihrer kleinen Geheimnisse der sagenhaften Schönheit überliefert. Neben der täglichen Reinigung und Desinfektion widmete sich Kleopatra hauptsächlich der dekorativen Kosmetik. Vor allem die Augen wurden im alten Ägypten im Andenken an den Sonnengott Ra besonders betont. So zogen nicht nur Frauen, sondern auch Männer einen dicken schwarzen Lidstrich, der oft bis zur Schläfe reichte. Auch die Augenbrauen wurden auf diese Weise hervorgehoben. Das Augen Make-up der Antike sah aber nicht nur schön aus, es hatte auch einen heilenden Zweck. Wegen des heißen Klimas und des vielen Sands in der Luft wirkte es auch Entzündungen entgegen, mit denen sich die Ägypter von alters her bis heute herumschlagen. So wurden die Schönheitsmittelchen von Kleopatra auf einer Fett und Wachsbasis angerührt und mit Pigmenten aus Malachit, Lapislazuli und Zinnober ins rechte Licht der Farben versetzt.

Von solcher Buntheit wird sich Queen Elizabeth II. in ihrer diskreten Art bei ihren nächsten Auftritten wahrscheinlich nicht inspirieren lassen, wobei das Zusammenspiel von Make-up, Kleidern, Taschen und Hüten wie immer absolut beeindruckend ist. Da huldigte eine ihrer Vorfahren schon anderen kosmetischen und modischen Idealen. Die vornehme Blässe war das Schönheitsideal im Mittelalter. Und dafür nahmen die Damen dieser Zeit sogar nachhaltige Gesundheitsschäden in Kauf. So wurde damals der Teint nicht mit höchst giftigem Bleiweiß aufgehellt. Das beschädigte nicht nur die Haut, sondern konnte bei allzu häufigen und tiefen Griff ins entsprechende Töpfchen oder Tiegelchen schnell zum Tod führen.

Auch die legendäre Queen Elizabeth I. frönte diesem gefährlichen Schönheitstrend während ihrer Regentschaft im 16. Jahrhundert. Wobei sie noch einen ganz persönlichen roten Farbeffekt ins ansonsten blasse Gesichtsspiel brachte und sich Wagen und Lippen mit Hilfe eines Farbstoffs aus Schildläusen zusätzlich und knallig Rot färbte. Nun, von veganer Kosmetik wusste man damals offensichtlich noch nichts.

Später kamen dann, vor allem am französischen Hof die sogenannten Mouches schwer in Mode. Das waren kleine Schönheitspflaster, die sich die Damen entsprechend ihrer jeweiligen Gemütslage aufklebten. Hinzu kamen fettige Pomaden und Puder für Haare und Perücken sowie jede Menge Parfüm, um den mitunter sehr aufdringlichen und eigenwilligen Geruch bei Hof zu überdecken. Schlimme Zeiten für Menschen, die sich den kosmetischen Grundregeln der Zeit bedingungslos auslieferten. Vor allem wenn man bedenkt, dass am Ende so manche schön geschminkte Dame im wahrsten Wortsinn ihren adrett frisierten Kopf verlor.

In diesem Sinne: God save the Queen und die gut verträgliche Biokosmetik, die Sie zu bürgerlichen Preisen bei uns kaufen können. Nicht nur diesen Samstag sondern immer ...