Sonnenschutzmittel helfen Sonnenbrand zu vermeiden - das ist bekannt.

LSF und UVA - was verrät mir das Etikett

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt die Wirksamkeit des Sonnenschutzproduktes an: Ein hoher LSF steht für eine hohe Schutzwirkung, ein niedriger LSF für einen entsprechend geringeren Schutz. Der Lichtschutzfaktor erlaubt einen direkten Vergleich der Schutzleistung von Sonnenschutzmitteln: Ein Produkt mit einem LSF von beispielsweise 30 weist eine doppelt so große Schutzwirkung auf wie ein Produkt mit einem LSF von 15. Die Angabe des Lichtschutzfaktors bezieht sich eigentlich nur auf den UV-B-Schutz, d. h. den Schutz vor Sonnenbrand. Inzwischen ist jedoch hinlänglich bekannt, dass auch UV-A-Licht die Haut schädigt. Daher enthalten heute praktisch alle auf dem EU-Markt erhältlichen Sonnenschutzmittel stets auch einen an den UV-B-Schutz (an den Lichtschutzfaktor) optimal angepassten UV-A-Schutz. Achten Sie beim Kauf also immer darauf, dass neben dem LSF Faktor auch das UVA-Siegel abgebildet ist. Wie zum Beispiel dem Bio-Sonnenblumenöl von Lavera.

Der andere Ansatz - Die Summer Time Linie von Martina Gebhardt

Die Martina Gebhardt Summer Time Kosmetik Serie ist kein Sonnenschutz im üblichen Sinne, deshalb wird auch kein LSF ausgewiesen. Die Produkte sollen vielmehr die Haut auf die Sonne vorbereiten, deren Selbststärkung animieren und nach dem Sonnenbad pflegen und regenerieren. So kann Kukuinussöl z.B. die Melanin Produktion anregen und damit die Sonnenempfindlichkeit vermindern. Die Summer Time Linie dient der Vorbeugung und Linderung sonnengestresster Haut. Die besonderen Wirkstoffe sind hier Topinambur, Aloe Vera, Kukuinuss, Walnuss, Sesam, Sanddorn, Magnolie, Karotte und Johanniskraut welche regenerierend, reizlindernd und feuchtigkeitsspendend wirken. Vitaminreiche Samenöle wirken durch ihren hohen Anteil an essenziellen Fettsäuren und Antioxidantien beruhigend auf irritierte und sonnengestresste Haut. Natürlich kann die gut pflegende und dennoch leichte leichte Summer Time Kosmetik auch das ganze Jahr über angewendet werden.

Oft gestellte Fragen: Kann ich die mögliche Sonnenbadezeit durch Nachcremen beliebig verlängern?

Nein, das regelmäßige Nachcremen ist zwar wichtig, um die Schutzwirkung aufrecht zu erhalten, da sie beim Baden, wenn man schwitzt und auch durch das Abtrocknen der Haut zurückgeht. Ein "Addieren" der Schutzzeit durch mehrmaliges Eincremen ist nicht möglich, die Eigenschutzzeit nkann nur einmal in 24 Stunden ausgenutzt werden. Die Haut braucht Zeit, um sich zu erholen und zu regenerieren. Also bitte sorgfältig auf die Hautreaktionen achten. Kleinste Vorboten eines Sonnenbrandes zeigen an, dass wir zu lange in der Sonne waren. Da hilft dann auch kein nachträgliches Eincremen mehr sondern nur die Flucht in den Schatten, beziehungsweise, sich schnell durch entsprechende Kleidung zu schützen.

Brauche ich eigentlich Sonnenschutz, wenn ich schön braun werde und niemals Sonnenbrand kriege?

Ja, auch wenn man da keine Probleme hat, Sonnenschutz ist auch hier wichtig. Denn die Wissenschaft hat in den letzten Jahren eine Reihe neuer Erkenntnisse über die schädigenden Auswirkungen der UV-Strahlung gewonnen. Gerade weil sich die Kosmetik auf das Thema Sonnenbrand konzentriert hat, wurden die schädlichen Wirkungen der UV-A-Strahlen lange Zeit unterschätzt. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen jedoch, dass die UV-A-Strahlung ebenfalls an Hautveränderungen beteiligt ist. Das gefährliche daran ist vor allem, dass deren negative Auswirkungen nicht sofort spürbar sind, sondern sich erst nach längerer Zeit bemerkbar machen. Je öfter die Haut großen Strahlenmengen ausgesetzt wird, umso schneller altert sie. Kurz gesagt, ein Mensch, der schnell und schön braun wird und diesen Teint das ganze Jahr über konserviert, ist zwar vor dem Sonnenbrand, nicht jedoch vor vorzeitiger Hautalterung geschützt. Im Gegenteil: Bei ihm steigt sogar das Krebsrisiko.

Kann ich ein Sonnenschutzmittel aus dem Vorjahr noch verwenden?

Das ist kein Problem. Achten Sie einfach auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, dass Sie auf der Packung, Tube oder dem Fläschchen finden. Bis zum dort angegebenen Datum bzw. innerhalb des angegebenen Zeitraums nach dem Öffnen (meist aber auch wesentlich länger) können Sie das Produkt bedenkenlos verwenden. Die angegebene Schutzleistung bleibt in jedem Fall erhalten. Verlassen Sie sich aber auch auf ihr gesundes Gefühl, denn durch unsachgemäße Lagerung kann sich die Substanz doch verändern. Also, wenn Ihnen die Konsistenz komisch vorkommt oder das Mittel nicht mehr gut riecht, lieber weg damit.