Heute mit dem „Mythos of Colditz Castle“ und einem Tipp für tollkühne Männer

Kennen Sie eigentlich den herrlichen Film „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“? An diesen britisch-französischen Kultstreifen musste ich denken, als ich am vergangenen Wochenende mit meiner Familie das Schloss Colditz im sächsischen Muldental besucht habe. Ein kleiner eher unbekannter Ort ist das, der allerdings bei englischen Touristen hoch im Kurs steht. Warum das?

Die Antwort bekommt man im kuriosen Museum auf dem Schloss. Das war im Zweiten Weltkrieg ein Hochsicherheits-Gefangenenlager für alliierte Offiziere. Und zwar für solche, die bereits durch mehrere Ausbruchsversuche aus anderen Lagern von sich Reden gemacht hatten. Darunter waren neben Holländern, Franzosen, Polen und Jugoslawen auch sehr viele Engländer. Männer, deren Kreativität, Erfindungsreichtum und auch sportlicher Übermut bei immer wieder neuen Ausbruchsversuchen offensichtlich durch nichts zu bremsen war.

Über 300 Fluchtversuche wurden gewagt. Jeder zehnte war erfolgreich. Zu den spektakulärsten Unternehmungen gehörten ein 44 Meter langer Tunnel, Fluchtversuch via Doppelgänger, als Frau oder deutscher Offizier verkleidet bis hin zum Bau eines Segelflugzeuges. Mit dem wollten zwei britische Offiziere vom Dach der Schlosskapelle aus den Flug in die Freiheit starten. Das Ende des Krieges kam dazwischen und „The Mythos of Colditz Castle“ hat sich bis heute erhalten.

Dahinter verbirgt sich ein kurioses Kapitel aus dem 2. Weltkrieg. Ein mit sportlichem Ehrgeiz, Witz und offensichtlich gegenseitiger Wertschätzung ausgetragener Wettkampf zwischen alliierten Offizieren und ihren deutschen Bewachern. Bei dem vor allem die tollkühnen und kreativen Ausbrecher des Öfteren ins Schwitzen gekommen sein dürften.

Apropos: für tollkühne Männer mit Transpirationsproblemen haben wir das genau richtige Angebot. Bis diesen Samstag auch noch zu einem abenteuerlich günstigen Preis.