Zwischen den Jahren

Ich hoffe, Sie hatten ein frohes Weihnachtsfest und auch in den letzten Stunden des Jahres noch ein bisschen Freude an ihrem Weihnachtsbaum. Bei uns ist das ja traditionell eine Tanne. Nicht elektrisch, sondern mit richtigen Kerzen ins rechte Licht gerückt. Was die gesamte Familie dann immer zu einer weihnachtlichen Wette um den Baum versammelt. Jeder gibt dann seinen Tipp ab, welche Kerze bis zuletzt durchhält. Nicht nur ein spannende, sondern auch ein optisch eindrucksvolle Angelegenheit. Denn mit jeder verlöschenden Kerze verändert sich das bizarre Schattenbild, das der Baum mit seinen Ästen auf die Wände und an die Decke wirft.

Nadel-Kosmetik

Und so ganz allmählich wirft unser Baum nun auch schon seine ersten Nadeln ab. Von denen ich mich zu ein paar naturkosmetischen Gedanken habe inspirieren lassen. Denn die Tanne mit ihren Nadeln spielt in Sachen Schönheit und Entspannung eine nicht unwesentliche Rolle. Geben Sie doch einfach mal in der Suchfunktion links oben das Wort Tanne ein. Sie werden überrascht sein, was wir da alles im Angebot haben. Sie können es aber auch gerne mal mit dem Suchwort Fichte versuchen, denn auch dieser Baum hat in punkto Kosmetik so einiges zu bieten.

Fichte sticht, Tanne nicht

Doch wie unterscheiden sich die beiden Nadelbäume eigentlich? Der Volksmund spricht: Fichte sticht, Tanne nicht. Und er hat damit recht, denn die Nadeln der Fichte sind ziemlich spitz, während die der Weißtanne eher weich in der Hand liegen. Dann gibt es noch eine zweite Faustregel: Tannenzapfen stehen auf den Ästen, während Fichtenzapfen am Baum hängen.

Ab in die Wanne

Ab in die Wanne

Und die Fichte liefert ja auch einen der Kosmetik-Klassiker aus dem immergrünen Wald. Das beliebte Fichtennadelbad sorgt auf Grund seiner vielen ätherischen Öle für Entspannung. Bei uns im Shop gibt es den Badezusatz gleich in doppelter Güte. Denn im Edeltannen Erholungsbad von Weleda sind die wertvollen ätherischen Öle von Fichten und Edeltannen vereint und helfen, einen inneren Ausgleich zu finden. Die in der Bade-Essenz enthaltenen Wirkstoffe wirken befreiend und stabilisierend.

Zurück zur Tanne

Über die wussten schon unsere Altvorderen wahre Hymnen zu singen. Hildegard von Bingen galt sie als Sinnbild der Kraft und sie schätzte die balsamische und belebende Wirkung des Geruchs von Tannenzweigen und Nadeln. Sie wußte aber auch über die Heilwirkung des Tannenharzes bescheid und schrieb: „ …es wird auch diß Harze zu den frischen Wunden gebrauchtet, denn es heilet und heftet dieselben zusammen.“

Haut hin, Tanne her

Eine Wirkung, die sich aber auch in der Kosmetik nutzen lässt. Gilt doch das Tannennadelöl traditionell als hautschützendes Mittel, das der Haut zusätzlich ihren natürlichen Glanz bewahrt. Das Öl hat eine adstringierende Wirkung, ist deshalb geeignet zur Behandlung von Akne, Infektionen, Verletzungen, Entzündungen, Wunden, Insektenstichen, Schnittwunden, leichten Allergien. Ein weiterer positiver Effekt: Die antioxidative Wirkung schützt vor einer vorzeitigen Hautalterung. Eine entsprechendes Hausmittel kann man sich ganz einfach selber herstellen. Vermischen Sie einfach zwei Tropfen Tannennadelöl mit 1 ml Mandelöl oder ihrer Lieblingscreme und massieren Sie das in die Haut ein. Kleine Mühe, angenehme Wirkung.

Honig ohne Bienen

Und zu guter Letzt habe ich auch noch ein schönes altes Rezept für kalte Tage, den Tannenspitzen-Honig. Dazu brauchen sie 300 Gramm Tannenspitzen, 1,5 Liter Wasser, den Saft von einer Zitrone, 500 Gramm Rohrzucker und 500 Gramm normalen Zucker. Als erstes müssen die Tannenspitzen gesäubert werden. Dann kommen sie in einen Topf und werden mit den 1,5 Liter Wasser eine halbe Stunde gekocht. Den Sud lassen Sie über Nacht stehen. Am nächsten Tag wird die Flüssigkeit abgeseiht und mit dem Zucker und Zitronensaft vermischt. Diese Flüssigkeit wird so lange eingekocht, bis die Masse honigartig eingedickt ist. Das ganze heiß in Schraubgläser abfüllen und langsam abkühlen lassen. Der Tannenspitzen-Honig schmeckt malzartig und wird als Hausmittel bei Erkältung empfohlen. Man kann ihn aber durchaus mal auf Brot und Brötchen probieren.